Katja van Leeuwen Reitferienvermittlung

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Ferienhaus mit Pferd am Haus in Schweden – unser Erlebnisbericht

Ich werde ehrlich mit euch sein: Als ich das erste Mal von diesem Angebot gehört habe, dachte ich – das klingt zu gut um wahr zu sein. Ein Ferienhaus mieten. Und zwei Pferde kommen gleich dazu. Kein geführter Ausritt. Keine Gruppe. Einfach raus – wann ihr wollt.

Jetzt bin ich zurück. Und ich kann euch sagen: Es ist wahr. Und es ist noch besser als es klingt.

Hier ist unser kompletter Erlebnisbericht aus Småland, Schweden – für alle die wissen wollen wie es wirklich ist.


Die Anreise: Mit Fähre, Hund und zwei Kids nach Schweden

Wir sind mit dem Auto angereist – und das war die absolut richtige Entscheidung. Denn wir reisten zu viert: Katja, ich, meine zwei Söhne und unser Hund. Und ja – Hunde sind herzlich willkommen. Das ist kein Selbstverständnis und deshalb ausdrücklich erwähnenswert.

Unsere Route: Früh morgens auf die Fähre von Rostock nach Trelleborg – sechs Stunden Überfahrt, dann noch vier Stunden mit dem Auto weiter nach Småland. Klingt lang, war es aber nicht wirklich. Wir hatten eine Kabine gebucht – wegen des Hundes, aber vor allem wegen der Kids. Und das war goldrichtig. Es gab eine Spielecke an Bord, man wurde bestens verpflegt, und die Kleinen konnten einfach schlafen. Entspannter als jeder Langstreckenflug.

Schweden hat uns mit strahlend blauem Himmel empfangen. Die Straßen sind ein Traum – breit, ruhig, kaum Verkehr. Grüne Wälder so weit das Auge reicht. Wir sind einfach gerollt.

Als wir ankamen, waren wir platt – im besten Sinne. Kurze Begrüßung, Bett, schlafen. Der Rest konnte bis morgen warten.


Kurzer Einschub: Für wen ist das Angebot?

Bevor ich weitermache, möchte ich kurz erklären wie das Angebot „Ferienhaus mit Pferd am Haus" funktioniert – und warum wir es auf dieser Reise nicht selbst genutzt haben.

Das Konzept ist denkbar einfach: Ihr mietet ein Ferienhaus und buchst dazu je ein Pferd pro Reiter. Ihr reitet auf eigene Faust – ohne Guide, ohne festes Programm, direkt ab Haus auf die Reitwege. Pure Freiheit.

Aber – und das ist wichtig – das Angebot hat klare Voraussetzungen, die absolut Sinn ergeben:

Da Pferde Herdentiere sind, muss das „Pferd am Haus“ von mindestens zwei fortgeschrittenen Reitern gebucht werden.

Aus Sicherheitsgründen dürfen Ausritte ausschließlich in Begleitung, also mindestens zu zweit, stattfinden. Alleinritte sind nicht erlaubt. Das schützt euch – und die Pferde.

Außerdem solltest du mindestens über Reitlevel 4–5 verfügen, also solide Grundkenntnisse mitbringen und dich sicher im Umgang mit dem Pferd fühlen. Dazu gehört nicht nur das Reiten selbst, sondern auch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und eigenständig – ohne Begleitung – in der Natur unterwegs zu sein.

Dieses Angebot richtet sich bewusst nicht an Anfänger, sondern an erfahrene Reiter, die wissen, was sie tun – idealerweise mit Erfahrung aus einer Reitbeteiligung oder mit eigenem Pferd (aktuell oder in der Vergangenheit).

Für uns war das auf dieser Reise schlicht nicht umsetzbar. Mit einem Zweijährigen und einem Siebenjährigen im Gepäck hätten wir nie beide gleichzeitig ausreiten können. Und deswegen haben wir das Angebot bewusst nicht gebucht.

Heißt das, wir kamen nicht auf die Pferde? Ganz und gar nicht – dazu gleich mehr. Aber ich finde es wichtig das transparent zu sagen, damit ihr das Angebot richtig einschätzen könnt. Ideal ist es für Paare, Freundinnen, oder Familien mit älteren Kindern die selbst sicher im Sattel sitzen.


Tag 1: Ankommen. Erkunden. Staunen.

Der erste richtige Tag begann mit einer ausführlichen Hofführung durch die Besitzerin – und spätestens hier wurde mir klar, dass hinter diesem Angebot wirklich sehr viel Liebe und Sorgfalt steckt.

Sie zeigte uns alles: die Reithalle, die Sattelkammer, die riesigen Weiden inmitten unberührter schwedischer Natur, die Haltung der Pferde, die Reitwege. Und sie erklärte uns das Produkt „Ferienhaus mit Pferd am Haus" in allen Details – inklusive der Voraussetzungen die ich euch oben bereits beschrieben habe.

Besonders beeindruckt hat mich die Notfalltasche, die bei jedem Ausritt dabei ist. Darin: Ersatzzügel für den Fall dass ein Zügel reißt, ein Halfter, ein Taschenmesser, ein Hufkratzer, Erste-Hilfe-Material. An alles wurde gedacht. Das gibt einem ein unglaubliches Sicherheitsgefühl.

Nach der Führung hatte die Besitzerin noch eine Überraschung für uns: Zwei Shetlandponys standen bereit. Ob wir nicht Lust hätten, damit die Anlage zu erkunden?

Natürlich hatten wir Lust.

Also schnappten wir uns die Ponys, machten sie fertig – es gab sogar Kindersättel, wie süß ist das bitte – und los ging's. Mein Kleiner, gerade mal zwei Jahre alt, liebt Pferde seit er denken kann. Aber richtig „geritten" war er noch nie. Die ersten Minuten: skeptisch. Dann: neugierig. Dann: verliebt.

Spoiler: Am Ende ist er auf dem Pony eingeschlafen.

Der Weg führte uns entlang des Flusses Tidan, der in der Frühlingssonne glitzerte und etwas hatte das man nur als magisch beschreiben kann. Am Wegesrand – als wären sie extra für uns dort hingehängt worden – Schaukeln. Eine willkommene Pause für Tier und Mensch. Wir alle wurden ganz still. Kein Wort. Nur Wasser, Licht und das leise Schnaufen der Ponys.

Und dann – irgendwo zwischen Fluss und Waldweg – schlief er einfach ein. Tiefenentspannt im Sattel, den Kopf leicht vorgebeugt, als wäre das Pony sein persönliches Schaukelpferd. So entspannt, dass wir eine dänische Familie, die zufällig auf dem Hof war, bitten mussten uns zum Ferienhaus zu fahren – denn ein schlafendes Kind halten und gleichzeitig ein Pony führen ist, nun ja, sportlich. Katja übernahm derweil beide Ponys und meinen großen Sohn und brachte alle brav zurück zum Stall.


Tag 2: Kanu, rote Häuser und schwedische Stille

Pferde begrüßen gehörte ab sofort zur morgendlichen Routine. Unser Haus lag direkt gegenüber vom Stall – was bedeutete: Erster Weg nach dem Aufwachen immer zum Stall. Und letzter Weg vor dem Schlafengehen auch. Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass mich das gestört hätte.

Nach dem Frühstück haben wir etwas Content für euch gedreht – ihr kennt die Ergebnisse ja bereits aus unseren Stories.

Vormittags hatte der Gastgeber noch eine besondere Überraschung parat: Er nahm Katja und meinen großen Sohn mit auf einen Quad-Ausflug durch die Gegend. Die Reitwege, ein gemütliches Café, einige der Ferienhäuser auf dem Gelände – alles wurde erkundet. Mein Sohn hat in dieser Woche mehr Abenteuer erlebt als in den letzten Monaten zusammen. Und das Strahlen in seinem Gesicht danach? Unbezahlbar.

Am Nachmittag dann: Kanu. Mein großer Sohn und ich, auf dem Wasser, mitten in der schwedischen Natur.

Ich kann gar nicht richtig beschreiben was diese Tour mit mir gemacht hat. Man gleitet einfach so dahin. Stille. Wasser. Wald. Typisch schwedische rote Holzhäuser am Ufer. Rehe die einen neugierig anschauen bevor sie im Dickicht verschwinden. Und mein Siebenjähriger – der sonst selten länger als fünf Minuten still ist – hat eine volle Stunde lang keinen Ton gesagt. Er hat einfach nur geschaut. Genossen. Geatmet.

Das ist das Ding mit Schweden: Es holt einen runter. Ohne Ankündigung. Ohne dass man etwas dafür tun muss. Es passiert einfach.

Abends: Die Kids in den Whirlpool auf der Terrasse. Sterne über uns. Stille um uns herum. Ich glaube in diesem Moment haben wir alle verstanden warum Menschen hier immer wiederkommen.


Tag 3: Eine Insel wie aus dem Bilderbuch – Visingsö

Wir besuchten einen potenziellen neuen Partner auf der Insel Visingsö, mitten im Vätternsee – dem zweitgrößten See Schwedens. Mit dem Auto nach Gränna zum Hafen, dann mit der kleinen Fähre (nur 25 Minuten!) auf die Insel.

Was uns dort erwartete, hat uns sprachlos gemacht.

Wenn ihr euch je gefragt habt wie Bullerbü wirklich aussieht – hier ist eure Antwort. Geschichtsträchtig, naturbelassen, mit einer Aussicht und einem Panorama das man einfach nicht fotografieren kann weil kein Foto ihm gerecht wird. Ruhig. Besonders. Unvergesslich.

Und das Beste: Das ist nicht nur etwas für Reiter. Visingsö ist für jeden der Natur, Geschichte und echte schwedische Ursprünglichkeit sucht ein absolutes Muss.

Wir können es bereits verraten: Diesen Partner werden wir in unser Angebot aufnehmen. Seid gespannt – mehr dazu in Kürze.

Zurück am Hafen haben wir uns noch etwas Zeit genommen. Die Kinder haben gespielt, wir haben gegessen, das Wasser geschaut. Manchmal ist das Nichtstun das Schönste.


Tag 4: Endlich im Sattel – der Ausritt meines Herzens

Dieser Tag gehörte mir.

Ich durfte mich einer schwedischen Reitgruppe anschließen – und was für ein Privileg das war. Für mich die perfekte Lösung: Katja übernahm die Kids, ich kam endlich auf ein Pferd. Das Pferd wurde fertig übergeben (wer möchte, kann es natürlich selbst vorbereiten – man muss dann nur 20 min. vor der angegebenen Zeit am Stall erscheinen). Kurze Einweisung auf dem Reitplatz, und dann: los.

Das Wetter spielte perfekt mit. Sonne, Wald, Wasser – und unter mir ein Pferd das genau so war wie ich es mir wünsche: entspannt, ausgeglichen, aber flott. Die Isländer auf dem Hof sind einfach traumhaft. Leicht zu handhaben, sicher auf dem Weg, aber mit genug Feuer damit es Spaß macht.

Vor jedem Gangwechsel – Tölt und Galopp – gab es eine kurze Einweisung von unserer Rittführerin Wilma. Was für eine tolle Begleiterin. Ruhig, kompetent, herzlich. Falls du das hier liest, Wilma: ganz liebe Grüße von uns!

Wir ritten vorbei an Seen, durch Wälder, über Wege die nach nirgendwo und überall gleichzeitig führen. Und dann kamen wir an einem Ort an der sich anfühlte als hätte ihn niemand vor uns je gesehen. Pferde angebunden. Thermoskanne raus. Stulle auspacken. Einfach dasitzen.

Swedish Fika. Equestrian Version.

Ich werde diesen Moment nicht vergessen.

Nach dem Ausritt bekam ich noch Backstugan gezeigt – eines der Häuser auf dem Gelände, das frisch renoviert wurde und das Angebot „Pferd direkt am Haus" perfekt verkörpert. Eigene Sattelecke, alles Equipment zum Fertigmachen direkt vor Ort, und die Pferde buchstäblich auf der anderen Seite des Zauns.

Ich stand vor dem Fenster und konnte den Blick auf die Pferde einfach nicht abwenden. Genau hier – das versteht man erst wenn man es sieht – wird aus einem Urlaubsangebot ein echtes Lebensgefühl.

Übrigens hatte Katja in dieser Woche ihr ganz eigenes Ritual entwickelt: jeden Morgen mit dem Hund durch die schwedischen Wälder. Nicht weil es auf dem Programm stand – sondern einfach weil es so schön war. Und unser Hund? Der war sowieso im siebten Himmel. Weit und breit kein anderer Hund, keine Menschenseele – nur unberührte Natur, neue Gerüche und die kleinen Rinnsale die sich durch den Wald schlängeln bevor sie in den Tidan münden. Schweden eben.


Der Vorletzte Tag: Paradies für Hund, Kinder – und uns

Den vorletzten Tag haben wir bewusst langsam angehen lassen.

Eine letzte, riesige Runde mit dem Hund durch die schwedische Natur. Weit und breit kein anderer Mensch, kein anderer Hund. Nur Wald, Bäche, Flüsse – und ein Labernard der aus dem Vollen schöpfte. Er ist durch jeden Bach gesprungen, hat jeden Geruch aufgesogen, hat so viel Spaß gehabt dass sogar die Kinder freiwillig mitgewandert sind. Wer Hunde kennt, weiß was das bedeutet.

Katja genoss einen entspannten Sonntag – das Wetter war an diesem letzten Tag nicht mehr ganz so schön. Vielleicht war Schweden traurig dass wir gehen.

Rückreise:

vier Stunden zum Hafen, sechs Stunden Fähre. Und im Gepäck: ein Haufen Fotos, müde Kinder, ein glücklicher Hund – und das sichere Gefühl, dass wir wiederkommen.


Was dieser Ort wirklich ist – und für wen er ist

Jetzt, ein paar Tage nach unserer Rückkehr, setze ich mich hin und versuche in Worte zu fassen was diesen Ort ausmacht. Und ich lande immer beim gleichen Satz:

Es ist Back to Nature. Und zwar wirklich.

Keine Wellness-Oase die Natur simuliert. Kein Resort das Landleben inszeniert. Sondern echte, unverstellte schwedische Natur – und mittendrin eine Anlage die alles hat was man braucht und nichts was man nicht braucht.

Auf dem Hof leben 24 Isländer und 3 Shetlandponys. Die Auswahl an Häusern reicht von einer Luxusvilla mit eigenem Pool und Whirlpool bis zum rustikalen Haus am Fluss mit holzbefeuerter Badewanne und Feuerstelle. Jedes Haus hat seine eigene Persönlichkeit. Jedes hat seinen eigenen Zauber.

Man kann angeln. Kanu fahren. Reiten. Wandern. SCHMIMMEN. Einfach sein.

Und man fühlt sich dabei so unglaublich geerdet. So nah an dem was wirklich wichtig ist. So weit weg von allem was es nicht ist.

Für wen ist dieses Angebot am besten geeignet?

Für Paare die mal wirklich abschalten wollen. Für Freundinnen die schon lange einen gemeinsamen Reiturlaub planen. Für Familien mit Kindern die selbst im Sattel sitzen können.

Und ganz ehrlich – meistens läuft es so: die Frauen reiten, die Männer angeln oder nehmen das Ruderboot. Funktioniert offenbar wunderbar.

Kurz gesagt: für alle die Lust auf echte Natur, echte Freiheit und ein bisschen Abenteuer haben. Und wer noch nicht so viel Reiterfahrung mitbringt – kein Problem. Bei den Gruppenausritten sind Anfänger herzlich willkommen und in guten Händen.


Das Angebot auf einen Blick

Ferienhaus “Backstugan” mit 2 Schlafzimmer, Küche, Wohnzimmer, Kamin, Sauna, Whirlpool und Terasse: 850 € / Woche für bis 8 Personen.

Reitmöglichkeiten:

  • Pferd am Haus (eigene Faust): ab 200 € / 2 Tage pro Pferd
  • Gruppenreiten: 250 € / 10 Stunden
  • Pony spazieren: 30 € / 2 Stunden

Kanu oder Ruderboot: 40 € / Tag

Hunde herzlich willkommen.

Weitere Infos zum Angebot findet ihr hier 

Buchungsanfragen direkt bei Katja van Leeuwen – persönlich, kostenlos, unverbindlich.


Alle Eindrücke und Erfahrungen sind unsere eigenen und ungefiltert.

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